Mystery : Lasst Knochen sprechen

Lasst Knochen sprechen

EUR 4,50


Kathy Reichs forensische Anthropologin Temperance Brennan wird außerhalb ihrer Routinetätigkeiten stets dann zu Rate gezogen, wenn Opfer von Gewaltverbrechen nun beim besten Willen nicht mehr zu identifizieren sind. Und wenn der Leser dann den sicheren Eindruck gewinnt, dass die Heldin vor diversen Knochenhaufen und Gewebefetzen kapitulieren muss, kriegt sie doch wieder die Kurve. Die couragierte Brennan hat sich diesen zuweilen recht unappetitlichen Job selbst zuzuschreiben, war ihr doch vor Jahren ihre rein archäologische Arbeit ein wenig fad geworden. Auch in ihrem neuen Fall steht die Knochenbeschwörerin zunächst vor einem schier unlösbaren Problem. Ein kleines Mädchen wurde unschuldiges Opfer eines Bandenkampfes von kriminellen Bikern. Zwei Mitglieder einer Biker-Gang wurden außerdem von rivalisierenden Genossen in die Luft gejagt -- an Tempe Brennan liegt es nun, die Teile korrekt zu sortieren. Doch damit beginnen erst die dramatischen Ermittlungen in einem Krieg verfeindeter Motorradgangs, die um die Kontrolle des Drogenhandels in Montreal kämpfen. Zudem ist Brennan nervlich stark angekratzt. Ihr Freund Ryan, selbst Polizist, scheint ins kriminelle Milieu abgedriftet zu sein und wurde bereits von der Arbeit suspendiert. Ihre zugeteilten Kollegen Claudel und Quickwater scheinen sie alles andere als ernst zu nehmen. Richtig haarig wird es dann, als Tempes Neffe Kit, auf Besuch in Montreal und selbst Motorradfan, in den Dunstkreis der Biker und damit in höchste Lebensgefahr gerät. Die Anthropologin sieht sich zum Handeln außerhalb ihres Labors gezwungen. Kathy Reichs schlägt in ihrem neuen Roman zunächst eine ruhige Gangart an, vermag jedoch Spannung und Tempo bis zu einem fulminanten Showdown stetig zu steigern. Dabei werden die meisten Leser über die zuweilen arg akademisch anmutenden Dialoge und die Selbstverständlichkeit, mit der wieder einmal eine Ermittlerin persönlich in einen Fall involviert ist, wohlwollend hinweglesen. --Ulrich Deurer

Anstrengend und langatmig - Okay, das Buch hätte, genau genommen, zweieinhalb Sterne verdient. - Aber das geht ja leider nicht.Ich fand es vor allem ermüdend: Seitenweise Abhandlung über Struktur von Motorradgangs, die Schulreferaten ähnelten, seitenweise Erklärungen über - wiederum - Struktur und Abkürzungen (!) des kanadischen Polizeiapparates (teilweise in zweierlei Sprachen)... Da fand ich die forensischen Erläuterungen fast spritzig... Zum Glück bin ich Querleserin: Ich kann eine Seite überfliegen und in Sekunden die wichtigen Informationen herauspicken. So habe ich das Buch sehr schnell gelesen - denn so GANZ unspannend war es ja auch wieder nicht - und man möchte ja wissen, ob s der Gärtner war, nicht wahr?Vielleicht lag s teilweise daran, dass ich persönlich mich für Motorradgangs nicht im Geringsten interessiere. Das wäre dann mein Problem. Aber ich konnte mich auch mit keiner der dargestellten Personen zu identifieren, die allesam zu flach und distanziert rüberkamen.Schade drum! Das Thema hätte interessant werden können.

Krimi der besonderen Art! - Dieser Roman von Kathy Reichs behandelt ein Thema, das hier in Mitteleuropa kaum zur Kenntnis genommen wird: Motorrad-Banden. In den Staaten und in Kanada scheinen diese Banden aber seit den letzten 30 Jahren zu einem echten Problem geworden zu sein und haben anscheinend einen hohen Platz unter den organisierten Verbrechern eingenommen. Man erfährt überraschenderweise recht viel über diese Thematik, die Autorin hat sich anscheinend sehr gut informiert. Darüber hinaus bleibt ihre Hauptprotagonistin Temperance Brennan natürlich das was sie ist und was die Bücher auch so weltweit erfolgreich macht: Eine Frau mit Ecken und Kanten, Spürsinn und Humor. Innerhalb des Hauptthemas hat die Autorin mehrere Spannungsbögen eingeflochten, die wie immer erst am Ende des Buches aufgelöst werden und die überraschenderweise kaum vorhersehbar sind. Mit einer angemessen spritzigen Schriftsprache und detailierten Einblicke in den beruflichen Alltag einer forensischen Anthropologin schafft Kathy Reichs eine ungewöhnliche Krimi-Mischung, deren weltweiter Erfolg zeigt, das sie damit den Geschmack ihrer Leser getroffen hat.

Tempe Brennan ermittelt in der Bikerszene - Durch den Tod eines Mädchens, das im Kugelhagel von rivalisierenden Motorradgangs stirbt, ermittelt Tempe Brennan diesmal in der Bikerszene.Persönlich wird Tempe auch davon betroffen, als ihr Neffe Kit, der Motorradfan ist, in die Fänge einer solchen Gang gerät.Man erfährt einiges Interessantes darüber, wie sich diese Gangs bildeten und warum sie sich untereinander bekämpfen. Vergnüglich zu lesen ist mal wieder die Hassliebe zu Detective Luc Claudel, mit dem sie bei einer Sondereinheit zur Untersuchung von Bikerverbrechern, der sog. Carcajou zusammenarbeiten muss und die Beziehung zu ihrem Neffen Kit, der sich eines Tages unangemeldet in ihrem Leben breitmacht und einige Turbulenzen mit sich bringt. Nicht so gut fand ich, dass Detective Andrew Ryan dieses Mal kaum im Roman vorkommt und praktisch nur im Hintergrund eine Rolle spielt. Dadurch fehlt ein wenig das Prickelnde zwischen Tempe und Ryan, dass in die ersten beiden Romanen doch viel Würze reingebracht hat. Sonst ist der Roman recht kurzweilig und genauso spannend, wie man es von Kathy Reichs gewohnt ist.

zum Lesen recht gut - Bin ein begeisterter Leser / Leserin von Kathy Reichs- ich finde dieses Buch nicht schlecht, dennoch würde ich sagen das es weit bessere von ihr gibt. Es ist recht spannend aufgebaut, wie üblich bis zum Schluss, dennoch sollte man sich von den Kleinigkeiten nicht ablencken lassen - lesenswert ja, kaufen jaein. Nur für Fans geeignet, die schon andere Bücher von ihr kennen.

Enttäuschende Ansammlung von haarsträubenden Klischees - Nach dem mir Kathy Reichs von mehreren Leuten empfohlen wurde, habe ich mir dieses Buch für 2,00 Euro als Mängelexemplar gekauft. Zum Glück habe ich nicht mehr bezahlt.Nach einem guten Start, der, wie von mir erhofft, stark an die Fernsehserie CSI erinnert, erfährt der Leser eigentlich nur noch, das die Biker für alles Böse in Nordamerika verantwortlich sind. Immer wieder leiern sich sämtliche Mitglieder der Sonderkommission gegenseitig die bösen Taten der grossen bösen Rocker vor. Natürlich ist gerade der 19jährige, leicht beeinflussbare Neffe der Ich-Erzählerin den weiten Weg von Texas nach Montreal gekommen, nur um sich von den Harley-Fahrern des Bösen einlullen zu lassen. Die Biker, die sowieso mehr Spione in sämtlichen staatlichen Behörden haben als der KGB, versuchen so an Informationen über seine Tante zu kommen, die eigentlich nur beratend für die Sonderkommission der Polizei arbeitet.Um das Desaster komplett zu machen begibt sich die Ich-Erzählerin in gefährliche Situationen, die Jerry Cotton schon seit 20 Jahren zu lächerlich sind und mit der eigentlichen Handlung nicht viel zu tun haben, um sich in bester Schnulzenmanier von ihrem verdeckt arbeitendem Polizistenbeau retten zu lassen.Ich war wirklich froh als die 343 Seiten vorbei waren.




Lasst Knochen sprechen