
Spannung und Gänsehaut bis zum Ende - Der zweite Teil der Kluftinger-Reihe ist einfach total gelungen! Kommissar Kluftinger und sein Team haben diesmal einen äußerst mysteriösen Fall zu lösen, der mit einigen Wendungen zu einem sehr überraschenden und nervenkitzelnden Ende führt. Ich mag solche mythischen Elemente sehr und dem Autorenpaar ist die Verbindung dieser mit dem alteingesessen Kommissar Kluftinger wirklich äußerst gut gelungen.
that`s it - Mit Abstand der beste Klufti- sowohl was die Krimihandlung angeht als auch auf privater Ebene- einfach spitze!Bei der Apfelsaftszene wäre ich schier abgebrochen. Und mir würde nicht nur ein Allgäuer einfallen, der dabei Klufti live sein könnte.
Nicht nur für Bayern ein Leseschmaus! - Im absoluten Mittelpunkt der Geschichte des bayrischen Duos Klüpfel/Kobr steht ihr Kommissar Kluftinger - und der ist wirklich eine klasse Type: herrlich eigen und trotzdem sagenhaft vertraut. Der ganz alltägliche Wahnsinn (z. B. Abenteuer Hallenbad- und Saunabesuch :-)) wird hier so lebensnah und voller Vergnügen präsentiert, dass ich mehr als einmal hellauf lachen musste. Man merkt da einfach, wie viel Spaß die beiden Autoren selbst an ihrem Kluftinger haben und wie sie sich gegenseitig bei seinen Erlebnissen beflügeln. Und dann noch als Gegenpart der Dr. Langhammer, ein schnöseliger Unsympath als Kluftingers Intimfeind, das ist schon super! Aber auch die Krimihandlung eines Serienmordes in Kluftingers Wirkungsgebiet kommt nicht zu kurz und ist durchaus interessant und auch nicht durchschaubar bis zum Schluss.Somit ein echt gelungenes Werk aus der neuen deutschen Krimischmiede! Ein Stern Abzug nur dafür, dass alle anderen Personen um Kluftinger herum denn doch sehr typisiert und karikiert wirken, ohne selbst so richtig zu leben. Aber gegen den Kluftinger hatten sie vielleicht einfach keine Chance mehr ...
Lustig und unterhaltsam! Ein Mord in guter Verpackung! - Kluftinger hat wirklich das Zeug zum Kult-Kommissar. Er ist einmalig. Seine Wesenszüge, die die Autoren beschreiben, sind realistisch und nicht zu übertrieben. Er ist eigen, ja zugegeben, aber gerade dies macht seinen Charme aus. Dieser Fall ist besser als der erste. Gerade das Eintauchen in die Mythen des Allgäus sind interessant und auch für nicht Allgäuer spannend. Das Suchen der Nadel im Heuhaufen und die Hektik, die aufkommt, als der Fall vor der Lösung steht, ist für den Leser gut nachvollziehbar und spannend. Die Morde an scheinbar nicht in Verbindung stehenden Personen auf bestialische Art bringt die SOKO Erntedank (ein lustiges Namenssuchspiel entwickelt sich in einer Szene im Buch - sehr unterhaltsam) an ihre Grenzen. Das Töten mit einer Sense ist ungewöhnlich und so ist nicht nur das Auftauchen eines Serienmörders bedrückend, sondern auch die Art des Tötens. Das Ende ist gut gelungen und es sind kurzweilige Lesestunden. Als sich am Ende die losen Fäden, die Hinweise verschiedenster Art, endlich in ein Bild fügen lassen, wird es schnell und spannend. Es kommt richtiges Krimifeeling auf. Abgesehen vom Inhalt des Buches sind auch die Personen gut gelungen. Das dialektale Verhalten der verschiedenen Figuren wird amüsant in die deutsche Schriftsprache tranformiert ohne die Eigenheiten vollständig auszuradieren. Manchmal muss man eine Passage auch laut lesen, um alles zu verstehen (besonders bei Kluftingers niederbayerischen Chef). Allerdings muss ich auch Kritik an dem Buch üben - nicht am Inhalt. Die Seiten (wie Piper leider macht) sind wahnsinnig eng und klein bedruckt. Das kann bei langer Lesedauer (was bei mir üblich ist) schon mal Kopfschmerzen und Augenflimmern trotz Brille verursachen. Daher gebe ich vier Sterne, weil solche Handicaps den Lesespass minimieren.Dennoch eine wirklich gute Fortsetzung und lesenswert!
die Sense wird schon gedengelt - Der zweite Fall von Kommissar Kluftinger, aber bereits mein 3., da ich den Folgeband vorgezogen habe. Erntedank hat mir bisher am besten gefallen. Aber auch dieser Roman ist wieder weniger ein Krimi im herkömmlichen Sinn, als vielmehr eine Allgäuer Komödie um die Person des schrulligen Ermittlers.Nacheinander werden zwei Leichen gefunden, bei denen der Täter Zeichen und Hinweise hinterlassen hat, die schon recht bald Parallelen in die Sagen- und Mythenwelt des bayrischen Landstrichs legen lassen. Klufti ermittelt wiederum in seiner unkonventionellen Art mit seinen üblichen Weggefährten. Und auch Dr. Langhammer darf natürlich nicht fehlen, mit dem Klufti weiterhin auf Kriegsfuß steht. Diesmal gibt sich unser Held die Blöße bei einem Spielabend und im Bade- und Saunaparadies. Besonders gut gefallen hat mir die Unterteilung der Kapitel durch das Gedicht von C. Brentano, das im Handlungsverlauf eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Wie der Prolog mit dem Fall zusammenhängt, klärt sich erst ganz am Schluss auf.Es gibt wieder einiges zum Schmunzeln bei diesem Buch. Die Fettnäpfen sind aufgestellt, und Kluftinger wird wieder kaum eines auslassen. Doch natürlich ist es auch wieder er, der die Schlüsse zieht, damit der Fall aufgeklärt werden kann. Entweder man mag seine Art, oder eben nicht. Die Autoren bleiben jedenfalls ihrem Stil treu.P.S.: Man sollte den 3. (Seegrund) übrigens nicht vor dem 2. Band lesen, da eine der Täterpersonen (halte mich mal so neutral, um selber nicht zu viel zu verraten) nochmals auftaucht und man dann schon fast weiß, dass der Mörder diesmal nicht der Gärtner ist.